Im Wonne-Monat Mai stehen alle Zeichen auf Mozart

 

Als Walter Felsenstein 1947 die Komische Oper Berlin gründete, stand fest: Auf dem Spielplan darf der Name Mozart nie fehlen! Denn Mozarts Bühnenwerke sind nahezu perfekte Beispiele für Felsensteins Vorstellung von Oper als »Musik-Theater«. Ganz im Sinne ihres Gründers steht deshalb an der Komischen Oper Berlin seit dem Beginn der Intendanz Barrie Kosky regelmäßig ein ganzer Monat unter Mozarts Stern.

Im Zentrum des Mozart-Mai 2014 steht die konzertante Premiere von Il re pastore. Schon in diesem Frühwerk erahnt man Mozarts ganze spätere Könnerschaft. Die Serenata erzählt von der Liebesverwicklung eines jungen Hirten, der seine Liebe nicht einmal gegen ein Königreich tauschen würde und so am Ende beides gewinnt.

Mozarts ganze Meisterschaft kann man im Mai in der Hochzeit des Figaros erleben – einem schier unentwirrbares Verwechslungsspiel, das mit einem nicht zu knappen Schuss Gesellschaftssatire versehen ist. In Barrie Koskys Inszenierung liegt der Fokus ganz auf Lust und Leid in der Liebe. Die perfekte Mischung aus Witz und Melancholie, laut Kosky das Geheimnis jeder guten Komödie, zeichnet auch Così fan tutte aus. Der lettische Regisseur Alvis Hermanis betreibt in seiner Inszenierung eine »Archäologie des Sentiments« und dringt immer tiefer ein in die Gefühls- und Bildwelt des 18. Jahrhunderts.

Auch Die Zauberflöte darf im Reigen der Mozart-Opern natürlich nicht fehlen. Die Inszenierung von »1927« und Barrie Kosky feiert inzwischen weltweite Erfolge, und die einmalige Mischung aus Live-Performance und Stummfilm-Animation sollte man sich auf keinen Fall entgehen lassen!

Vier Konzerte runden den Blick auf Mozarts reiches Schaffen ab. Höhepunkt ist das Sinfoniekonzert 6 mit der renommierten Klarinettistin Sabine Meyer unter der Leitung von Henrik Nánási.

Das komplette Programm gibt es hier:

Geschrieben von Komische Oper

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