Nadja Mchantag, Foto: Jan Windszus Photography

Nadja Mchantaf, Foto: Jan Windszus Photography

Sie debütierte an der Komischen Oper Berlin bereits in der vergangenen Spielzeit als vom Schicksal gebeuteltes Aschenputtel in Jules Massenets Cendrillon. Nun ist die deutsch-syrische Sopranistin Nadja Mchantaf Ensemblemitglied und singt Tatjana in Jewgeni Onegin, Erinice in Zoroastre und in den nächsten Wochen die Titelpartie in Dvořáks Rusalka

Rusalka und Tatjana – zwei Frauen, die Ihnen nahe sind?
Jede Figur bietet Charakterzüge, die man kennt und nachvollziehen kann. Für mich sind beide Rollendebüts, darauf freue ich mich sehr.
Ähnlich sind sie mir vielleicht in puncto Mut und Entschlossenheit. Das bewundere ich sehr an beiden Figuren, die unbedingt lieben wollen und um ihre Menschlichkeit kämpfen. Dafür bringen sie große Opfer.

Was begeistert Sie besonders am Musiktheater?
Die Verbindung aus Szene und erstklassiger Musik – und das als Ausdruck extremer Gefühle. Manchmal beneide ich Schauspieler für ihre Freiheiten, aber wenn die Verbindung gelingt, ist die Oper einfach die beste aller Künste: vielseitig, heftig, entschieden! Und das ist mir nahe: keine Angst vor Gefühlen! Ihr Weg führt von Leipzig über Dresden nach Berlin … Studiert habe ich in Leipzig und im Ensemble der Dresdner Semperoper spannende Erfahrungen gesammelt, aber nun an der Komischen Oper Berlin zu arbeiten und sehr komplexe Figuren zu
interpretieren, das ist ein riesiges Geschenk. Und die Liebe des Publikums und der Kollegen zu diesem Theater begeistern mich. Die Stadt ist im Sommer ganz wunderbar, und hier Sushi-Restaurants und Flohmärkte zu entdecken – das liebe ich sehr.

Ihr Vater ist Syrer und ihre Mutter stammt aus …
… Husum, an der Nordseeküste, da bin ich aufgewachsen – ich bin ein Beach Girl!

Geschrieben von Komische Oper

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