Gerade einmal sechs Wochen schrieb der 19-jährige Mozart an seinem Hirtendrama Il re pastore (Der König als Hirte). Entstanden ist ein hinreißend charmantes Werk, dem man die Jugend des Komponisten höchstens an der arkadischen Leichtigkeit und Frische anmerkt. Konfekt für die Ohren!

Mozart im Alter von 21 mit dem Orden vom Goldenen Sporn

Der junge Hirt Aminta lebt einfach und glücklich. Seine einzige Sorge: Ob er wohl Elisa trotz seines niederen Standes heiraten darf? Was er nicht weiß: Er ist in Wirklichkeit der verschollene Königssohn des Reichs und soll zum König erhoben werden. Plötzlich ist Amintas hoher Stand das Liebeshindernis. Doch da verkündet er, lieber ein einfacher Hirt bleiben als seine Liebe opfern zu wollen. Die edle Gesinnung wird belohnt. Aminta bekommt seine Elisa, und alles löst sich in Wohlgefallen auf.

Il re pastore ist eine in ihren zeitgenössischen Konventionen gestaltete Serenata. Dies zeigt sich in der durchweg einfachen Diktion und Struktur der gesamten Partitur und der Themenwahl aus dem Kreis der idyllischen, »arkadischen« Dichtung. Mozart verzichtete auf dramatische Effekte und große Dramen, ist aber dennoch voller Frische und Lebendigkeit.

Zweiaktige Serenaden wie Il re pastore wurden für den Hof in Salzburg komponiert und konnten ebenso als abendfüllende Quasi-Oper wie als rein konzertante beiläufige Tafelmusik aufgeführt werden.

Nur am 25. Mai 2014 in der Komischen Oper Berlin!

Geschrieben von Komische Oper

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