Mehrling_©Jim_Rakete

Katharine Mehrling, Bild: Jim Rakete

Katharine Mehrling, seit 2013 als amerikanische Jazzkomponistin Daisy Darlington in Ball im Savoy gefeiert, schlüpft ab November in die Rolle der Eliza Doolittle im Musical-Welterfolg My Fair Lady und
präsentiert im Dezember zum 100. Geburtstag von Édith Piaf ein Konzert mit Chansons der französischen Sängerin.

London, Paris, New York …
In London hab’ ich noch während meines Studiums mein erstes Engagement bekommen: eine der Hauptrollen im Musical Hair im Londoner West End! Ich war die einzige Deutsche, wahnsinnig jung und naiv. – Nach Paris bin ich der Piaf wegen gegangen. Nachts arbeitete ich als singende Kellnerin für wenig Geld in einer Bar. Nachmittags begab ich mich auf die Spuren der Piaf. – New York ist crazy. Wenn ich eine inspirierende Kreativitätsspritze benötige, fliege ich nach New York.

Daisy Darlington, Eliza Doolittle, Édith Piaf …
An Daisy bewundere ich das unerschütterliche Selbstbewusstsein, die Leichtigkeit, die Dinge immer mit einer guten Portion Humor zu sehen. Eliza ist ein Mensch, der stark durch Herkunft und Kindheit geprägt ist. Und bei der Piaf berühren mich die Selbstzerstörung, die Leidenschaft und die schonungslose Emotionalität. Wer so tief in die Seele blicken lässt, muss eine Welt voller Sehnsüchte und Abgründe in sich tragen, voller Lebensfreude und Melancholie. Das lernt man auf keiner Schule, auch nicht in London.

»Reich, aber unerkannt« (Daisy Darlington), »arm, aber geliebt« (Eliza Doolittle) oder lieber »berühmt, aber unglücklich« (Édith Piaf)?
Geht nicht auch: »geliebt, reich und berühmt«?

Geschrieben von Komische Oper

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