Foto: Wolfgang Silveri

Der prachtvolle Zauber des Barocktheaters auf der Bühne der Komischen Oper Berlin: In der Inszenierung des norwegischen Theatermagiers Stefan Herheimwird Händels Oper Xerxes zu einem Fest für Augen, Ohren und Sinne. Mit großer Opulenz und viel Liebe zum Detail erzählt der mehrfach zum »Regisseur des Jahres« gekürte Herheim die Geschichte um den mächtigen Perserkönig Xerxes, der Heerscharen bewegen kann – und doch in der Liebe machtlos bleibt.

Musikalisch kann Xerxes mit einigen der schönsten Nummern der barocken Opernliteratur aufwarten. Gleich zu Beginn ertönt das berühmte Ombra mai fu, eine Liebeserklärung von Xerxes an einen Platanenbaum. Dieser Feierlichkeit setzt Händel trotz der ernsten Note einer opera seria immer wieder Komödienhaftes entgegen – und Herheim nimmt ihn beim Wort. Er selbst bezeichnet seine Inszenierung als »barocke Muppet-Show«. Sie ist ein humorvolles Spiel mit Aufführungskonventionen, das vom Geist der Händelzeit erfüllt ist und doch die Brücke zum Heute schlägt. »Es geht mir nicht darum, unsere Zeit über Händel zu stülpen, sondern Händel über unsere Zeit zu stülpen!« (Herheim).

Musikalisch gelingt dies unter der Leitung eines Spezialisten für Alte Musik: Konrad Junghänel, der an der Komischen Oper Berlin bereits bei Glucks Armida am Pult zu erleben war. Ab 1. Februar ist der Sensationserfolg wieder in der Komischen Oper Berlin zu erleben!

Geschrieben von Komische Oper

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