von Bettina Brandl-Risi / Clemens Risi

Die Operette galt lange Zeit (und gilt zum Teil bis heute) als Stiefkind der Theater- und Opernforschung, in der Ausprägung als Berliner Operette von Adorno mit nachhaltiger und bis heute andauernder Wirkung gar als »abscheuliche Ausgeburt[en]« (Adorno 1975, S. 36) gebrandmarkt. Seit einigen Jahren jedoch ist eine regelrechte Renaissance sowohl der Aufführungen als auch der wissenschaftlichen Beschäftigungen damit zu beobachten. Spätestens seit der legendären Aufführung in der Berliner Bar Jeder Vernunft 1994 mit den Geschwistern Pfister erfreut sich das Weiße Rössl (uraufgeführt 1930 von Erik Charell in Max Reinhardts Großem Schauspielhaus in Berlin mit Musik von u. a. Ralph Benatzky) einer neuen Popularität auch bei einem Publikum jenseits des Heimatfilms. 2010 wurde das Rössl an der Komischen Oper Berlin von Sebastian Baumgarten neu inszeniert mit Dagmar Manzel, Max Hopp und der Fassbinder- und Schlingensief-Schauspielerin Irm Hermann als Kaiser. Aber auch lange Zeit vergessene Werke wie Paul Linckes Frau Luna (UA 1899/1922; 2013 in Herbert Fritschs Inszenierung an der Berliner Volksbühne), Emmerich Kálmáns Die Bajadere (UA 1921), Die Herzogin von Chicago (UA 1928) und Arizona Lady (UA 1956) (alle drei in konzertanten Aufführungen an der Komischen Oper Berlin) oder Paul Abrahams Ball im Savoy (UA 1932; 2013 an der Komischen Oper Berlin in der Inszenierung ihres Intendanten Barrie Kosky) kommen wieder zum Vorschein und sorgen für ausverkaufte Häuser. Diesem neu erwachten Interesse an Aufführungen von (Revue )Operetten der 1920er und 1930er Jahre an den unterschiedlichsten Häusern soll eine internationale und interdisziplinäre Tagung gewidmet sein, die in Kooperation mit der Komischen Oper Berlin, der University of Chicago sowie der bei Oxford University Press erscheinenden Zeitschrift Opera Quarterly im Rahmen des Operetten-Festivals der Komischen Oper Berlin in deren Räumen stattfinden soll.

Die Tagung verfolgt eine doppelte Zielrichtung. Zum einen soll die historische Dimension dieser bislang eher biographisch und werkorientiert denn kulturwissenschaftlich aufgearbeiteten Blütezeit des musikalischen Unterhaltungstheaters in Deutschland neu zur Diskussion gestellt werden. Und zum anderen soll der Fokus auf die Gegenwart der Aufführungspraxis, also das neu erwachte Interesse für die Operette der 1920er und 1930er Jahre gerichtet werden. Was bedeutet diese Renaissance heute? Gibt es ein erneutes Interesse für eine kulturelle Praxis jenseits von »E und U« und wieso? Zur Diskussion steht die Frage, wie die Musiktheaterpraxis heute mit diesen Operetten umgeht. Welche Haltungen werden zu den textlichen, musikalischen, formalen und den im weitesten Sinne diskursiven Vorlagen (zum Beispiel der latenten oder expliziten Ironie) eingenommen? Lässt sich so etwas wie Nostalgie diagnostizieren nach einer Zeit, die ihrerseits (in den 1920er Jahren) selbst eine nostalgische war? Wird hier ein Aushandlungsfeld einer in bestimmten Aspekten vergleichbaren gesellschaftlichen Situation aufgesucht, die von (ökonomischer) Krise, Globalisierung, einer Vergewisserung über Fragen von Moderne/Modernität, Hybridisierung und der Debatte über Gender-Fragen bestimmt ist?

Die Metapher der »Oberfläche« dient dabei als zentrale Argumentationsfigur zwischen Historizität und Aktualität und richtet sich konzeptuell gegen die Metapher der »Tiefe« als Substanz. Eine Konzentration auf die Vielgestaltigkeit der Oberfläche(n) und ihrer Strukturen vermag die lange Zeit gültige Dichotomie von Oberflächlichkeit (verstanden als Banalität) und Tiefenstruktur aufzulösen, indem die Substanz der Phänomene auf ihren äußeren Erscheinungsformen verortet wird (vgl. Regn; Plurale; Gruppe »Oberflächenphänomene«). »Oberfläche« als Metapher und Konzept erscheint auch insofern besonders geeignet, als mit ihr ein ganzes Bündel von Implikationen der zur Diskussion stehenden (Revue )Operetten in den Blick gerät: Es ist die Rede von Spiegelungen (»Brennspiegeln«); zum Einsatz kommt Lichtmetaphorik (Brillanz, Funkeln), was wiederum auf Kategorien wie Bravour und Virtuosität verweist; es geht um Künstlichkeit (im Gegensatz zu anderweitig behaupteter Authentizität oder »Natur«); das Konzept der »Kälte« wird gegen Konzepte von »Ausdruck« und »Einfühlung« in Anschlag gebracht (vgl. Lethen).


Für unseren Ansatz erscheint es besonders gewinnbringend, diese Perspektive auf Oberflächen mit dem Konzept der »Aushandlung« zu korrelieren. Denn Oberflächen laden nicht nur dazu ein, als Gegenstand betrachtet zu werden, sondern fordern geradezu auf, in besonderer Weise mit ihnen umzugehen. Unter Rekurs auf Theorien des Performativen soll das Konzept der »Aushandlung« daraufhin befragt werden, inwiefern damit die Aktivität aller Beteiligten am Hervorbringen von Kultur (vgl. Csákys Definition von Kultur als »dynamischer Prozess von »Verhaltensweisen« […], über die performativ und stets aufs Neue verhandelt wird«, S. 7) besser in den Blick zu bekommen ist, insbesondere, um den Dynamiken zwischen Agierenden und Publikum im Sinne der Aufführungstheorie Rechnung tragen und diese innertheatralen Aushandlungsprozesse auch in historischen Kontexten verfolgen zu können.

Die Tagung kann zum einen an die in der jüngsten Vergangenheit wieder intensivierte Operettenforschung anschließen, indem die einschlägigen Vertreterinnen und Vertreter aus der Musik-, Theater- und Kulturwissenschaft eingeladen wurden und auch bereits zugesagt haben, ihre Expertise in den neuen Fragehorizont der Tagung einzubringen. Angeknüpft werden kann dabei an die für die Operettenforschung maßgeblichen Studien in biographischer Perspektive (u. a. Clarke, Frey, Jarchow), in musik- und theaterwissenschaftlicher Perspektive (u. a. Clarke, Linhardt), in literaturwissenschaftlicher Perspektive (u. a. Matala de Mazza, Quissek) sowie in im weitesten Sinne kulturhistorischer/diskursanalytischer Perspektive (zu topographischen Fragen, zu Frauen- und Genderrollen, zur politischen Dimension; u. a. Becker, Clarke, Csáky, Dümling, Linhardt, Morat, Schaller). Das Anliegen der Tagung geht aber gerade dezidiert über diese bereits etablierten Forschungspositionen hinaus, indem nach den Gründen für die aktuell erneute Beschäftigung mit der (Revue-)Operette der Zwischen-kriegszeit gefragt wird und insbesondere die Diskussion über die aktuellen Inszenierungs- und Aufführungsstrategien der gegenwärtigen Auseinandersetzung mit der (Revue )Operette geführt werden soll.

Die Tagung soll also zum einen historische Bohrungen insbesondere zur Szene der 1920er und 1930er Jahre (mit Ausblicken auf den Beginn des 20. Jahrhunderts) vornehmen, die kulturpolitische Funktionen und Funktionalisierungen und deren philosophische Reflexion, die Verhandlung gesellschaftlicher Debatten ebenso wie theaterästhetische, medienästhetische, darstellungstheoretische und technikgeschichtliche Implikationen der Aufführungspraxis von Operetten herauspräpariert. Gleichzeitig soll die bislang weitgehend historisch betriebene Operettenforschung aus dem Bereich der theater-, musik-, filmwissenschaftlichen und kulturhistorischen Ansätze anschlussfähig gemacht werden an Diskurse des Gegenwartstheaters, der Hybridisierung und Entgrenzung der Künste, der Pop-Debatte und der Transkulturalität. Beide Suchrichtungen – die historische wie die gegenwärtige – sollen sich dabei wechselseitig befruchten im Sinne einer Reflexion des einen im anderen, indem von heute aus Licht auf die Historie geworfen wird und Fragen des Damals die heutige Situation erhellen.

In drei Sektionen sollen diese Fragen in Einzelvorträgen und dialogisch angelegten Doppelvorträgen sowie Diskussionsrunden mit Impulsreferaten diskutiert werden:

Sektion 1: Hochkultur und Entertainment: Operette zwischen E und U
Sektion 2: Stars und Diven: Genregrenzen und der Charme der Überforderung
Sektion 3: Operette als gesellschaftlicher/kultureller/technologischer Seismograph

Zu Sektion 1: Mit einer grundsätzlichen Befragung der kulturkritischen Debatten um »E und U« aus der Perspektive der Philosophie/Musikästhetik, der Theaterhistoriographie und der Praxis soll ein theoretischer Horizont für die Diskussion um die Renaissance der (Revue )Operette der 1920er und 1930er Jahre bereitgestellt werden. Kritisch beleuchtet werden sollen hierbei ebenso die historischen Diskursivierungen des »Ernsten« und des »Leichten«/»Unterhaltenden« wie die Frage, welchen Status diese Debatten der Moderne für die kulturellen Praktiken der Gegenwart haben, in denen einerseits postmoderne Ästhetiken noch spürbar sind, andererseits programmatisch Ästhetiken der Verantwortung (Politisierung) eingefordert werden. Zur Sprache kommen sollen insbesondere historische Positionen zu »E und U« (Adorno, Kracauer) wie aktuelle Positionen der Pop-Theorie. Befragt werden soll die Standortbestimmung von (Musik )Theater im Zeichen der Globalisierung, etwa im Sinne der »McTheatre-Debatte«, die der Konfektionierung einer Marktlogiken folgenden Theaterorganisation das Wort redet, im Gegensatz zu den zahlreichen Diversifizierungsmöglichkeiten in einem (zutiefst lokal verankerten) Kunstsubventionssystem wie in Deutschland.

Zu Sektion 2: (Revue-)Operetten sollen zudem als Agenten von Medien- und Genre-sprengenden künstlerischen Praktiken und der Hybridisierung der Künste (zwischen Oper – Schauspiel – Film – Revue) befragt werden. Lässt sich bereits das Genre Operette selbst als Zitatkunst (der Darsteller und Handlungen/Dramaturgien) verstehen, so fungieren die Operettenstars und diven als Hybride zwischen Aufführung und Mediatisierung (vgl. Bronfen/Straumann; Faulstich/Korte) ebenso wie zwischen den unterschiedlichen Künsten. Den spezifischen Charakteristika der Stars und Diven der Operette und den besonderen Herausforderungen an sie soll nachgegangen werden. Verschiebt sich das Konzept der Diva im Falle dieser Operetten? Im Operngesang geschulte Stimmen treffen mit Stimmen von Schauspielerinnen und Schauspielern und solchen aus dem Bereich des Jazz und des Chanson zusammen. Unerwartete Übernahmen von Kompetenzen aus anderen Gewerken bestimmen die Aufführungspraktiken damals wie heute: Sängerinnen müssen sich bewegen können wie Revuetänzerinnen, Schauspieler singend neben Sängern bestehen können. Besondere Aufmerksamkeit gilt der Besetzung von aus anderen Zusammenhängen berühmten Stars (Gustaf Gründgens, Hans Albers, Käthe Dorsch, Richard Tauber; heute z. B. Dagmar Manzel, Katharine Mehrling, Max Hopp, Christoph Marti) sowie der Frage der Attraktivität der Historizität des Stars, inwiefern also jeder dieser Stars immer auch als Zitat seiner eigenen Geschichte auftritt. Lässt sich in diesem „Charme der Überforderung“ jenseits von Genregrenzen eine Spielart jener Ästhetiken der Imperfektion jenseits von Normierungen von Professionalität sehen, die in aktuellen künstlerischen Konzepten virulent sind (vgl. Gioia, Hamilton zum Jazz; zum Gegenwartstheater vgl. Roselt, Brandl-Risi)? Erweist sich gerade das Hybride der Operetten als Attraktionsmoment für gegenwärtige Theaterschaffende, die das Diskontinuierliche des Materials zu betonen scheinen und ein Genießen der Oberflächenphänomene jenseits von Handlung und Psychologie ermöglichen?

Zu Sektion 3: Inwiefern lassen sich die Berliner Operetten der 1920er und 1930er Jahre als Seismographen sozialer, kultureller, ästhetischer und technologischer Entwicklungen ihrer Zeit begreifen? Zur Diskussion steht hier die Verflechtung theatraler Praktiken mit neuen Medien und Technologien des Audiovisuellen (Operette und Tonfilm), der Telekommunikation und akustischen Medien wie Telefon und Radio (als Übertragungsmedien) sowie der Ausprägung spezifischer »auditiver Kulturen« des frühen 20. Jahrhunderts. Der Ort der historischen Operetten innerhalb einer Kultur der Metropole mit ihren spezifischen Erfahrungen von Modernität wird dabei ebenso befragt wie ihre Funktion als Vehikel und Symptom der Internationalisierung und Globalisierung (das »Transatlantische«). Inwiefern können die Operetten der 1920er und 1930er Jahre als Austragungsort von Debatten über Gender-Fragen und deren Veruneindeutigung wie auch über die Rolle von Sexualität verstanden werden (Cross-Dressing; die »neue Frau«)? Oder lässt sich die kulturelle Funktion von Operette in dieser Zeit eher als Nostalgie-Figur der Selbstreflexion in der Kultur der Weimarer Republik fassen? Unweigerlich kommen mit der Diskussion der Operetten der 1920er und 1930er Jahre politische und kulturpolitische Krisenmomente in den Blick. Was geschieht mit diesem Genre und seinen Machern zwischen nationalsozialistischer Vereinnahmung, Konformität, Verbot, Vernichtung und Exil? Die gebrochene Geschichte der Operette soll so sichtbar werden zwischen Mechanismen der Hegemonialisierung und Verdrängung im Repertoire, die bis in unsere Gegenwart wirken. Zuletzt soll die Diskussion geöffnet werden in Hinblick auf die Dimension transkultureller Praktiken der Unterhaltung im Musiktheater in Geschichte und Gegenwart etwa im Vergleich deutschsprachiger und türkischer Musiktheater-Kulturen und die mögliche Produktivität solcher transkultureller Aushandlungsprozesse an den Oberflächen erörtert werden.

Schließlich sollen die historiographischen und aufführungsanalytischen Perspektiven noch um Ansätze künstlerischer Forschung erweitert werden, die die Methoden der Wissensproduktion von Kunst und Wissenschaft in einen produktiven Dialog bringen sollen. Dass Kunst und Wissenschaft eine besondere Symbiose eingehen und dadurch Dichotomien wie die von Tiefe und Oberfläche, Theorie und Praxis hinter sich lassen können, haben in den letzten Jahren diverse Projekte, die sich das künstlerische Forschen zum Ziel gesetzt haben, gezeigt. In diesem Sinne veranstaltet die Komische Oper Berlin zu jeder Sektion ein künstlerisch-forschendes Format.

Zu Sektion 1: Katharine Mehrling singt Adorno: Adornos Auslassungen über die Kulturindustrie werfen bis heute ihre Schatten auf den Status von und den Diskurs über musiktheatrale Unterhaltung. Was passiert nun, wenn eine der größten Künstlerinnen derartiger Unterhaltungskultur, die Musicaldarstellerin Katharine Mehrling, Passagen aus Adornos Schriften über die Kulturindustrie liest, singt oder tanzt?
Zu Sektion 2: Diven-Talk mit den Hauptfiguren aus Ball im SavoyClivia und Herzogin von Chicago, mit Clivia Gray (Christoph Marti), Manon Cavallini (Dagmar Manzel) und Daisy Darlington (Katharine Mehrling); Moderation: Ulrich Lenz.
Zu Sektion 3: Kollektive Feldforschung mit Interrobang: Taugt Operette heute zum Seismographen gesellschaftlicher Fragen? Welche Inhalte trauen wir dem leichten Genre zu? Crossgender, Polyamorie und Interkultur wie damals? Diese Fragen gehen alle Zuschauer an und sollen daher auch mit allen Besuchern der Tagung ausgehandelt werden. Den Rahmen für diese kollektive Feldforschung liefert die Performance-Gruppe Interrobang, die bereits interaktive, Fernsehshowähnliche Formate entwickelt hat, in denen ein Publikum zu Themen wie »Zukunft des Theaters« und »In welchem Europa möchten wir leben?« befragt wurde.
Bettina Brandl-Risi / Clemens Risi

Konzeption und Leitung: Barrie Kosky, Ulrich Lenz, Rainer Simon (Komische Oper Berlin)

Bettina Brandl-Risi, Clemens Risi (Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg)
in Kooperation mit der University of Chicago und „Opera Quarterly“ (Oxford University Press
Zitierte Literatur
Adorno, Theodor W.: Einleitung in die Musiksoziologie, Frankfurt a. M. 1975.
Adorno, Theodor W.: Musikalische Schriften VI (= Gesammelte Schriften 19), Frankfurt a. M. 2003.
Becker, Tobias: Inszenierte Moderne: Populäres Theater in Berlin und London, 1880-1930, Oldenbourg 2014.
Becker, Tobias/Platt, Len/Linton, David (Hg.): Popular Musical Theatre in London and Berlin 1890 to 1939, Cambridge 2014.
Brandl-Risi, Bettina: „Ich bin nicht bei mir, ich bin außer mir.“ Die Virtuosen und die Imperfekten bei René Pollesch, in: Jens Roselt/Christel Weiler (Hg.): Schauspielen heute. Die Bildung des Menschen in den perfor-mativen Künsten, Bielefeld 2011, S. 137-156.
Bronfen, Elisabeth/Straumann, Barbara: Die Diva. Eine Geschichte der Bewunderung, München 2002.
Clarke, Kevin: Glitter And Be Gay. Die authentische Operette und ihre schwulen Verehrer, Hamburg 2007.
Clarke, Kevin: „Im Himmel spielt auch schon die Jazzband“. Emmerich Kálmán und die transatlantische Operette 1928-32, Hamburg 2007.
Csáky, Moritz: Kultur als Kommunikationsraum – am Beispiel Zentraleuropas, in: Zeitschrift für Mittel-europäische Germanistik 1 (2011), S. 3-24.
Die Gruppe „Oberflächenphänomene“ (Hg.): Mehr als Schein. Ästhetik der Oberfläche in Film, Kunst, Literatur und Theater, Berlin 2007.
Dümling, Albrecht (Hg.): Das verdächtige Saxophon: „Entartete Musik“ im NS-Staat, Neuss 2007.
Faulstich, Werner/Korte, Helmut (Hg.): Der Star. Geschichte, Rezeption, Bedeutung, München 1997.
Frey, Stefan: Franz Lehár oder das schlechte Gewissen der leichten Musik, Tübingen 1995.
Frey, Stefan: „Unter Tränen lachen“. Emmerich Kálmán. Eine Operettenbiographie, Berlin 2003.
Gioia, Ted: The Imperfect Art. Reflections on Jazz and Modern Culture, Oxford 1988.
Hamilton, Andy: The Art of Improvisation and the Aesthetics of Imperfection, in: British Journal of Aesthetics 40 (2000), Nr. 1, S. 168-185.
Jarchow, Ute: Analysen zur Berliner Operette. Die Operetten Walter Kollos (1878-1940) im Kontext der Ent-wicklung der Berliner Operette, München 2013.
Kracauer, Siegfried: Jacques Offenbach und das Paris seiner Zeit, Frankfurt a. M. 1976.
Kracauer, Siegfried: Das Ornament der Masse, Frankfurt a. M. 1963.
Lethen, Helmut: Verhaltenslehren der Kälte. Lebensversuche zwischen den Kriegen, Frankfurt a. M. 1994.
Linhardt, Marion: Inszenierung der Frau – Frau in der Inszenierung. Operette in Wien zwischen 1865 und 1900, Tutzing 1997.
Linhardt, Marion: Residenzstadt und Metropole. Zu einer kulturellen Topographie des Wiener Unterhaltungs-theaters (1858–1918), Tübingen 2006.
Matala de Mazza, Ethel: Wo kein Wunder geschieht. Goetheliebe und anderes Leid in der lyrischen Operette Franz Lehárs, in: Daniel Eschkötter/Bettine Menke/Armin Schäfer (Hg.): Das Melodram – ein Medienbastard, Berlin 2013, S. 98-114.
Matala de Mazza, Ethel: „O-la-la“. Auftritte einer Diva, in: Bettina Brandl-Risi/Gabriele Brandstetter/Stefanie Dieckmann (Hg.): Hold it! Zur Pose zwischen Bild und Performance, Berlin 2012, S. 217-239.
Morat, Daniel: Die Sinfonie der Großstadt. Berlin und New York, in: Gerhard Paul/Ralph Schock (Hg.): Sound des Jahrhunderts. Geräusche, Töne, Stimmen 1889 bis heute, Bonn 2013, S. 156-161.
Plurale. Zeitschrift für Denkversionen 0 (2001): Oberflächen.
Quissek, Heike:
Das deutschsprachige Operettenlibretto – Figuren, Stoffe, Dramaturgie, Stuttgart 2012.
Regn, Gerhard: Postmoderne und Poetik der Oberfläche, in: Hempfer, Klaus W. (Hg.): Poststrukturalismus – Dekonstruktion – Postmoderne, Stuttgart 1992, S. 52-74.
Roselt, Jens: Die Arbeit am Nicht-Perfekten, in: Erika Fischer-Lichte u. a. (Hg.): Wege der Wahrnehmung, Berlin 2006, S. 28-38.
Schaller, Wolfgang (Hg.): Operette unterm Hakenkreuz. Zwischen hoffähiger Kunst und „Entartung“.
Beiträge einer Tagung der Staatsoperette Dresden, Berlin 2007.

Geschrieben von Komische Oper

2 Kommentare

Stefan Sauer

Guten Tag,

gibt es von Ihrem Symposion Audio/Video-Beiträge und/oder Paper der Vorträge ? Wenn ja, wäre ich Ihnensehr dankbar, wenn Sie mir die Bezugsquellen / Downloads senden könnten.

Beste Grüße aus Köln,

Stefan Sauer

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