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Alma Sadé, Foto: Gunnar Geller

Ob Zerlina in Mozarts Don Giovanni oder Maria in Bernsteins West Side Story: Die Sopranistin Alma Sadé hat viele Facetten und ist in den unterschiedlichsten Genres zuhause. Im Januar ist sie gemeinsam mit der Mezzosopranistin Helene Schneiderman mit einem ganz besonderen Programm zu erleben: Farges mikh nit – ein Abend mit jiddischen Operettenliedern, am Klavier begleitet von Intendant Barrie Kosky.

Jiddische Operette – eine persönliche Premiere?

Ich singe in der Tat zum ersten Mal jiddische Operettenlieder! Während meiner Kindheit in Israel habe ich zwar viel Jiddisch gehört, die Sprache aber nie gelernt. Allerdings habe ich damals einen Auftritt von Molly Picon erlebt, einer legendären jiddischen Broadwaydiva der 1920er Jahre. Sie sang Jazz, Tango und Musical, und ich war hin und weg.

Was zeichnet die jiddische Operette aus?

Sie sprüht vor Lebensfreude! Oft dreht es sich in ihr um Leid und Traurigkeit – aber selbst in den dunkelsten Liedern findet sich ein unerschütterlicher Humor. Das macht sie so tröstend und einzigartig.

Berlin – ein geeigneter Nährboden?

Berlin ist heute eine der kosmopolitischsten und buntesten Städte der Welt. Und es ist wunderbar, dass in dieser Stadt wieder für so viel Unterschiedliches Platz ist, unter anderem auch für die jiddische Operette, die ja vor dem Krieg auch ihren Platz in Berlin hatte.

Geschrieben von Komische Oper

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