Mit etwas Glück kommt man heute innerhalb von zwei Stunden von Salzburg nach Berlin – mit dem Flugzeug. Vor 225 Jahren hatte es Mozart etwas beschwerlicher, als er sich auf die Reise über Prag, Dresden, Leipzig nach Berlin machte. Als Mozart sich 1789 auf die Reise nach Preußen machte, erhoffte er sich neue Einnahmequellen. Er hatte viel von Friedrich Wilhelm II gehört und hoffte, auf einen Musik liebenden Monarchen, der Cello spielte und eine prächtige Hofkapelle unterhielt, zu treffen.

W. A. Mozart | Johann Nepomuk della Croce

Zuerst einmal besuchte er Die Entführung aus dem Serail, die im Theater am Gendarmenmarkt gespielt wurde. Er begab sich unerkannt zwischen die Besucher des Theaters. Überliefert ist, dass er mit der Aufführung seines Werkes sehr unzufrieden war und schließlich ins Orchester rief: »Verflucht! Wollt’s Ihr D greifen!«

Am nächsten Tag ließ man Mozart, in Anwesenheit des Königs dann selbst das Orchester dirigieren. Ziel der Reise war aber das Treffen mit Friedrich Wilhelm II. Dieser hielt sich gerade nicht in Berlin sondern in Potsdam auf. Mozart reiste weiter nach Potsdam. Zu Mozarts Unglück wollte der König ihn nicht empfangen, aber vor der Königin durfte Mozart spielen und erhielt Aufträge für sechs Streichquartette und sechs Klaviersonaten. Das Angebot, nach Berlin überzusiedeln und Hofkomponist des Königs zu werden lehnt Mozart jedoch ab. Mozart schrieb an seine Frau Constanze: »Du must Dich bey meiner Rückkunft schon mehr auf mich freuen, als auf mein Gelde«.

Inzwischen weiß man weltweit die Musik Mozarts zu schätzen, so auch in Berlin. Und besonders in der Komische Oper Berlin..

Geschrieben von Komische Oper

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