Es war eine Klavierkomposition, mit der sich der 17-jährige Musikstudent Prokofjew 1908 ins Bewusstsein der St. Petersburger Öffentlichkeit katapultiert hatte: Suggestion diabolique, von Prokofjew selbst am Klavier uraufgeführt, galt als virtuoses Meisterstück, das mit neuartigen Tönen und mit einer rhythmischen Brillanz überraschte. Dem Klavier blieb er danach zeitlebens treu und widmete dem Instrument einige seiner schönsten Kompositionen. Am Anfang der Prokofjew-Woche an der Komischen Oper Berlin steht denn auch eine Hommage an den Klavierkomponisten Prokofjew.

Die in den wichtigsten Konzertsälen der Welt gefeierte junge venezolanische Pianistin Gabriela Montero stellt ihre einzigartige Begabung der Improvisation unter Beweis und liefert auf Themen von Sergej S. Prokofjew die Begleitmusik zu Friedrich Wilhelm Murnaus deutschem Stummfilm-Klassiker Nosferatu aus dem Jahr 1922.

Gabriela Montero besitzt nicht nur überragende interpretatorische Fähigkeiten. Sie hat auch ein bemerkenswertes Talent für Improvisationen, womit sie die Zuhörer in ihren Konzerten immer wieder zu wahren Begeisterungsstürmen hinreißt. Niemand Geringeres als Martha Argerichsagte über sie: »Ich bin selten so einem Talent wie Gabriela begegnet.« Folgerichtig ließ der internationale Erfolg nicht lange auf sich warten. Große Ehre wurde Gabriela Montero unter anderem zuteil, als sie bei der feierlichen Amtseinführung von Barack Obama 2009 zusammen mit Yo-Yo Ma, Itzhak Perlman und Anthony McGill spielte.

 

Geschrieben von Komische Oper

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