AC_Wien_143085aAndreas Conrad war von 1984 bis 2007 im Ensemble der Komischen Oper Berlin, wo er u. a. als Pedrillo, Jaquino, David, Stewa in Jenufa, Alfred in Die Fledermaus oder als Hauptmann in Wozzeck zu erleben war. 1998 wurde ihm der Titel Berliner Kammersänger verliehen. Nun kehrt er als Aron in Barrie Koskys Neuproduktion von Moses und Aron zurück, um als Sprachrohr seines Bruders Moses Worte und Bilder für dessen abstrakte Gedanken zu finden …

Sind Töne und Klänge mächtiger als Worte?

Aber ja doch! Jedes gesungene Wort stellt eine Überhöhung dar. Musik hebt mit ihrer Grundspannung das Wort auf eine andere Ebene. Sie unterstreicht und vertieft Emotionen, macht sie unmittelbarer und lässt das Unausgesprochene, Unaussprechbare zwischen den Zeilen hörbar werden.

Sind Bilder mächtiger als Musik?

Bilder sind in jedem Fall eindringlicher als das gesprochene Wort. Aber im Falle von Moses und Aron bleiben sie ohne Musik nur abstrakt. Die Bilder und die Musik bedingen sich bei Schönberg gegenseitig.

Wann fehlen Ihnen ganz persönlich die Worte?

Wenn die Natur mit ihrer oft vergessenen Übermacht all unsere menschliche Vorstellungskraft, unser Handeln und Reagieren überfordert und außer Kraft setzt: bei Katastrophen wie Erdbeben, Tornados oder Tsunamis – oder bei einem unerklärlichen Phänomen wie dem brennenden Dornbusch in Moses und Aron.

Geschrieben von Komische Oper

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