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»E und U – ein deutsches Phänomen!« (Barrie Kosky)

Die Unterscheidung zwischen E und U, zwischen Ernster Kunst und Unterhaltung, ist keine allgemeingültige, sondern eine historisch und vor allem kulturell bedingte. Noch konkreter: Sie ist ein spezifisch deutsches Phänomen des 20. Jahrhunderts. Natürlich wird diese Differenzierung auch in vielen anderen Kulturkreisen vorgenommen. Allerdings stellt Deutschland mit seiner Geschichte im 20. Jahrhundert einen besonderen Fall dar. Im angloamerikanischen Raum, in dem… Weiterlesen »

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Diven-Talk im Rahmen des Operettensymposiums @KOB

Auftritt von Christoph Marti als Clivia Gray und Katharine Mehrling als Daisy Darlington. Frenetischer Beifall des Publikums. Katharine Mehrling als Daisy Darlington Hello, darlings! Christoph Marti als Clivia Gray Good morning, Berlin! Moderator Ulrich Lenz entkorkt mit lautem Ploppen eine Flasche »Veuve Cliquot« und füllt zwei Sektflöten mit Champagner. Ulrich Lenz Diva, die Göttliche – mit diesem… Weiterlesen »

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»Kunst der Oberfläche – Operette zwischen Bravour und Banalität«

Die Operette genoss und genießt auch heute noch in der Musiktheaterpraxis einen mitunter zweifelhaften Ruf – zu leicht, zu albern, zu kitschig und vor allem zu oberflächlich. Flankiert wird diese Haltung von einer Opern- und Theaterforschung, die dieses Genre bis ins 21. Jahrhundert hinein eher stiefmütterlich behandelt. Seit einigen Jahren kann jedoch eine Veränderung in… Weiterlesen »

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Unterhaltungstheater im Land der (un)begrenzten Möglichkeiten

Nur wenige Wochen, bevor ich meine Hospitanz in der Dramaturgie der Komischen Oper Berlin begonnen habe, bin ich von einem zwölfmonatigen Auslandsaufenthalt in Nordamerika zurückgekehrt. Unter anderem habe ich auch drei Monate in New York, bekanntermaßen das Epizentrum des Kultur- und Theaterlebens der Neuen Welt, verbracht. Für mich ging damit ein lang gehegter Traum in Erfüllung… Weiterlesen »

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»Oversexed, but underfucked«: Das Geheimnis der Operette

Eine Besonderheit des dritten Symposiums-Tag war, dass die Vormittagssitzungen auf Englisch stattfanden. Schließlich ist die Gesamtveranstaltung eine Kooperation mit der Universität von Chicago sowie dem Magazin The Opera Quarterly. Deshalb kam auch endlich mein Besuch aus New York, der Musical-Experte Richard C. Norton (Autor der Chronology of American Musical Theater), mit zu den Vorträgen. Nachdem… Weiterlesen »

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Selbstreferentielle Volklorette – Demokratische Abstimmung über die Zukunft der Operette

Nachdem nun drei Tage lang die Renaissance der Operette fachmännisch in Expertenvorträgen und Podiumsdiskussionen erörtert worden ist, hat die Performancegruppe Interrobang am letzten Tag des Symposiums mit der Operettokratie konkrete politische Richtlinien zur Zukunftssicherung des Genres vorgestellt. Zum großen Amusement und unter Einbeziehung der Symposiumsteilnehmer traten auf der Probebühne II der Komischen Oper Berlin drei… Weiterlesen »

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Adorno-Diskussion beim Operettensymposium: Der Photograph von Monte Carlo

Im Rahmen des Operettensymposiums kam es am vergangenen Samstag zu fruchtbaren Diskussionen an der Komischen Oper Berlin. Insbesondere ein Doppelvortrag von Iris Dankemeyer (Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg) und Rainer Simon (Referent des Intendanten der Komischen Oper Berlin) mit dem Titel »So müssten Operetten sein – Adorno über Revue und Bordell« inspirierte das Publikum zu heftigen… Weiterlesen »

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Braucht die Operette an der Komischen Oper Berlin mehr Konzept? Kritische Reflexionen…

Auf der zweiten großen Podiumsdiskussion des Operettensymposiums der Komischen Oper Berlin trafen die Wissenschaftler Marion Linhardt (Universität Bayreuth) und Ryan Minor (Stony Brook University New York) mit den Künstlern Helmut Baumann (Schauspieler und langjähriger Intendant des Theaters des Westens; Mustafa Bey in Ball im Savoy), Tobias Bonn (Geschwister Pfister; Juan Damigo in Clivia) und Agnes… Weiterlesen »

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»Ti adoro, mio Adorno«

Was passiert, wenn Katharine Mehrling alias Daisy Darlington, die Weltmeisterin im akrobatischen Big-Band-Jodeln und Protagonistin in Paul Abrahams Ball im Savoy Texte von Theodor W. Adorno, einem der größten Kritiker der Operette, liest und singt, hat sich gestern auf der Probebühne 3 beim Operettensymposium an der Komischen Oper Berlin gezeigt – zur vollen Begeisterung des… Weiterlesen »