Seit 2012 trägt die Komische Oper Berlin im Rahmen des interkulturellen Projekts »Selam Opera!« mit ihrem »Operndolmuş« Musiktheater in die Kieze der Hauptstadt. Der Operndolmuş ist eine Musiktheater-Vorstellung in Kleinbus-Besetzung: zwei Sänger_innen und drei Musiker_innen sowie ein_e Moderator_in fahren gezielt in Stadtteile, in denen besonders viele Bürger_innen unterschiedlicher kultureller Herkunft leben, und zeigen durch musikalische, künstlerische und persönliche Begegnungen, dass Musiktheater eine universell verständliche Sprache sprechen kann.

Im Sommer 2016 ging der Operndolmuş auf eine mehr als 3000 km lange Reise entlang jener Strecke, die viele als »Gastarbeiter« in West-Deutschland tätige Arbeitsmigranten seit den 1960er Jahren alljährlich nutzten, um im Urlaub für einige Wochen in ihre ursprünglichen Heimatorte zurückzukehren. In einer eigens für diese Reise entstandenen 45-minütigen Musiktheaterrevue wurde den äußeren Beweggründen und seelischen Bewegungen nachgespürt, die die Menschen zu allen Zeiten dazu antrieb, ihr Glück in der Ferne zu suchen, wenn auch zum Preis der Sehnsucht nach der verlassenen Heimat. Das Programm gestaltete sich dabei zugleich als Kurztrip durch die Geschichte des Musiktheaters: von den Anfängen der Oper in der italienischen Renaissance bis hin zum Berliner Jazz-Musical der wilden 1920er Jahre.

Während der Opernreise entstand ein Dokumentarfilm, der das Team in Action zeigt: Backstage, im Gespräch mit Zeitzeugen, auf der Bühne und im Bus.

 

 

 

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Geschrieben von Komische Oper

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