Béla Bartók und Pjotr I. Tschaikowski

Béla Bartók und Pjotr I. Tschaikowski

 

Die Werke in Kürze:

 

Béla Bartók: Konzert für Violine und Orchester Nr. 2 Sz 112

Der Geiger Zoltán Székely wünschte sich ein traditionelles, dreisätziges Konzert, Béla Bartók aber schwebte eine freie Variationenform vor. Der Kompromiss: außen klassisch, innen modern. Mit gängigen Zutaten wie Sonatensatz, Rondo und Solokadenz knüpft Bartóks 2. Violinkonzert an die großen Solokonzerte der Klassik und Romantik an. Gleichzeitig aber erweist es sich mit seinen schillernden Klangfarben, einer Zwölftonmelodie und harschen Stimmungsumbrüchen deutlich als Werk der Moderne.

Pjotr I. Tschaikowski: Sinfonie Nr. 6 h-Moll op. 74 Pathétique

»Sollen sie sich nur die Köpfe zerbrechen«, schrieb Tschaikowski seinem Neffen »Bobik« über die Pathétique, die er mit einem »geheimen Programm« versehen wollte. Dass Tschaikowski nur wenige Tage nach der Uraufführung 1893 in St. Petersburg starb, hat die Mythenbildung um die Pathétique noch zusätzlich angeregt. Mit ihr ist Tschaikowski ein letztes, dunkles Meisterwerk gelungen: eine Musik, die von Gefühlen und Konflikten erzählt, irgendwo zwischen Gegenwart, Traum und Erinnerung.

Michael Barenboim, Bild: Janine Escher

Michael Barenboim, Bild: Janine Escher

Gastsolist an der Komischen Oper Berlin: Michael Barenboim

Der Violinist Michael Barenboim gibt sein Berliner Orchesterdebüt als Solist in der Komischen Oper Berlin. Im 4. Sinfoniekonzert interpretiert er, gemeinsam mit dem Orchester des Hauses unter Leitung von Generalmusikdirektor Henrik Nánási, zwei Werke, die sich einer eindeutigen Lesart entziehen: Béla Bartóks 2. Violinkonzert und Tschaikowskis weltberühmte Pathétique. → Musik voll rätselhaftem Zauber! 

Geschrieben von Komische Oper

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