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»Oversexed, but underfucked«: Das Geheimnis der Operette

Eine Besonderheit des dritten Symposiums-Tag war, dass die Vormittagssitzungen auf Englisch stattfanden. Schließlich ist die Gesamtveranstaltung eine Kooperation mit der Universität von Chicago sowie dem Magazin The Opera Quarterly. Deshalb kam auch endlich mein Besuch aus New York, der Musical-Experte Richard C. Norton (Autor der Chronology of American Musical Theater), mit zu den Vorträgen. Nachdem… Weiterlesen »

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Adorno-Diskussion beim Operettensymposium: Der Photograph von Monte Carlo

Im Rahmen des Operettensymposiums kam es am vergangenen Samstag zu fruchtbaren Diskussionen an der Komischen Oper Berlin. Insbesondere ein Doppelvortrag von Iris Dankemeyer (Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg) und Rainer Simon (Referent des Intendanten der Komischen Oper Berlin) mit dem Titel »So müssten Operetten sein – Adorno über Revue und Bordell« inspirierte das Publikum zu heftigen… Weiterlesen »

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Geistige Verstümmelung und das Minderwertigkeitsgefühl deutscher Intellektueller?

Aha, die »leichte Muse« führt also zu »geistiger Verstümmelung«. Sie ist »prätentiös« und »Fetisch«. Also spricht Theodor W. Adorno, der große deutsche Musiktheoretiker und Adenauer-Ära-Philosoph. Der mit seinen Schriften schon so manchem Studenten das Leben schwer gemacht hat. Ich nehme mich selbst da nicht aus. Weil Adorno für intellektuelle Nachkriegsdeutsche Operette und Musical zu »herabgesunkenem… Weiterlesen »

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Der kosmopolitische Touch der Operette

Ja, da haben sich die Zeiten wirklich gewaltig geändert. Erinnert sich noch jemand an den Operettenkongress, der zirka 1994 in der Komischen Oper Berlin stattfand? Den habe ich damals als junger Praktikant der Tagesspiegel-Kulturredaktion besuchen dürfen. Weil sonst niemand hin wollte. (Wofür sind Praktikanten schließlich da?) Zwei Sachen sind mir deutlich in Erinnerung geblieben: Der… Weiterlesen »

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Exposé zum Symposium an der Komischen Oper Berlin: Kunst der Oberfläche. Operette zwischen Bravour und Banalität

von Bettina Brandl-Risi / Clemens Risi Die Operette galt lange Zeit (und gilt zum Teil bis heute) als Stiefkind der Theater- und Opernforschung, in der Ausprägung als Berliner Operette von Adorno mit nachhaltiger und bis heute andauernder Wirkung gar als »abscheuliche Ausgeburt[en]« (Adorno 1975, S. 36) gebrandmarkt. Seit einigen Jahren jedoch ist eine regelrechte Renaissance… Weiterlesen »

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Zwei Cowboys im 3/4-Takt: Emmerich Kálmáns Arizona Lady, oder wie die Wiener Operette in den Wilden Westen kam

Zu Weihnachten 2014 schenkt die Komische Oper den Berlinern eine sehr späte – und überfällige – Hauptstadtpremiere von Emmerich Kálmáns letzter Operette: Arizona Lady (1954). Das Werk knüpft an die frühere transatlantische Tradition Kálmáns an und bringt singende und reitende Cowboys auf die Bühne sowie einen knallbunten Wilden Westen, mit einigen dunklen Untertönen. Dr. Kevin… Weiterlesen »