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Wer zuletzt lacht …

Kirill Serebrennikovs Inszenierung von Rossinis populärer Oper »Il Barbiere di Siviglia« an der Komischen Oper Berlin wurde zur Premiere 2016 von Journalisten enthusiastisch als »Berlins erste Smartphone-Oper« ausgerufen. Wie die Faust aufs Auge passte das Regie-Konzept mit Facebook-Feed, dauer-chattendem Liebespaar und gepimptem Selfie-Image zu Beaumarchais’ barocker Vorlage, einem Schauspiel über Verstellung, Maskerade, Versteckspiel und geheime… Weiterlesen »

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Ein Spiel um Liebe und Tod | Blaubart

Die Liebe an den Tod: »Warum lieben mich alle Menschen und dich hassen sie?« Der Tod an die Liebe: »Du bist eine Lüge und ich bin die Wahrheit.« (Volksweisheit) Das ungleiche Paar Eros/Thanatos spannt persönlich seine Flügel über die groteske Handlung zwischen mörderisch-komischem Gruselmärchen und blumenduftiger Liebesromanze. Doch Offenbachs opéra bouffe stellt seit 1866 das… Weiterlesen »

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Von Trieben, Wahn und Abgründen – Die Gezeichneten

Franz Schrekers Meisterwerk »Die Gezeichneten« kommt in einer Neuinszenierung von Skandalregisseur Calixto Bieto an die Komischen Oper Berlin Eine Insel der Lust vor den Toren Genuas, verschwundene und missbrauchte Mädchen der höheren Gesellschaft, ein körperlich deformierter Mäzen – das sind die Ingredienzien von Franz Schrekers 1918 uraufgeführter, schwül-erotischer Oper Die Gezeichneten. Keine Oper also für… Weiterlesen »

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Zwischen Schtetl und Grand Hotel – Mit Musical und Operette in den Advent

  Ein Leben wie ein Fiedler auf einem Dach zu führen – das ist eine prekäre Angelegenheit. Was dabei hilft, die Balance zu halten – davon ist Tevje, der Milchmann überzeugt –, ist einzig und allein: Tradition! Tevje ist die wohl bekannteste Figur aus Anatevka. Wie er begegnen die einfachen jüdischen Bewohner dieses ukrainischen Schtetls… Weiterlesen »

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Die Gewalt des Ungesagten – Pelléas et Mélisande

»Ne me touche pas! Ne me touche pas!« – »Fass mich nicht an!« – die fragile Geschichte der verbotenen Liebe der weltverlorenen Mélisande und des naiven Prinzen Pelléas gewährt einen tiefen Blick in die Verstrickungen der entzündeten menschlichen Seele am Rande eines neuen Zeitalters.   Hochsensibel für das leise mitschwingende Grauen und stets auf Tuchfühlung… Weiterlesen »

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»Es war laut, aber sehr, sehr cool«

19.06.2017  Mit einer zweisprachigen Aufführung von Prokofjews Konzertstück Peter und der Wolf erreicht das musikalisch-integrative Sprachlernprojekt der Komischen Oper Berlin seinen Höhepunkt …  Man merkt ihnen die Aufregung kaum an: Die drei Jungs Abdullah, Hamid und Hamza stehen an diesem Montagvormittag schon fast wie Profis auf der Bühne. Lässig in Jeans und T-Shirt gekleidet, blicken… Weiterlesen »

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»Am Ende stellt sich doch die Frage, ob der ›Gute‹ wirklich der moralisch Höherstehende ist«

Jean-Philippe Rameaus Zoroastre an der Komischen Oper Berlin: Dirigent Christian Curnyn, Regisseur Tobias Kratzer, Ausstatter Rainer Sellmaier und Videodesigner Manuel Braun über brisante Harmonien, Brechts Kern und Bastlerglück …    Rameau legte erst mit 50 Jahren seinen Opernerstling »Hippolyte et Aricie« vor, katapultierte sich damit aber direkt an die Spitze der französischen Opernwelt. »Zoroastre« kam hingegen… Weiterlesen »

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Danke Moskau! Die Zauberflöte fliegt weiter

Nachdem das Ensemble am Mittwoch die Premiere erfolgreich gemeistert hat, folgt am Donnerstag gleich die zweite Vorstellung – in einigen Partien mit anderer Besetzung, da drei aufeinanderfolgende Vorstellungen zu anstrengend wären. Dieses Mal leider ohne anschließende Feiern und Reden – aber auch die Solist*innen, die bei der Premiere nicht auf der Bühne standen, waren überall… Weiterlesen »

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Zauberflöte in Moskau, Vorbereitung der Premiere!

Unser Dienstag in Moskau war abwechslungsreich. Morgens begannen im Theater die Proben – vorerst nur mit Klavier. Wichtig ist immer, dass die Technik reibungslos funktioniert. Weil es auf Gastspiel meist kleine Änderungen im Aufbau und bei den Wegen gibt ist es wichtig, dass alle Mitwirkenden informiert sind, und es für alles – am besten schon… Weiterlesen »