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Wenn die Tasse und die Teekanne Ragtime singen … Doppelpremiere von 1927: Petruschka / L’Enfant et les Sortilèges

  Man stelle sich einmal vor, der Lehnstuhl, den man eben noch im Überdruss getreten hat, erwacht zum Leben und sinnt auf Rache! Dieses albtraumhafte Szenario wird Wirklichkeit für das ungezogene Kind in Maurice Ravels lyrischer Fantasie L’Enfant et les Sortilèges nach einem Libretto-Entwurf von Colette. Die einaktige Kurzoper bildet zusammen mit Igor Strawinskys Petruschka… Weiterlesen »

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»Juchtenduft und Autoluft«: Das Parfum einer Ära

Hätte man nur dabei sein können! An einem dieser Berliner Abende, wo mondäne Großstädter ins Große Schauspielhaus Ecke Friedrichstraße strömen, um sich hier in der extravaganten Halle, genannt »Tropfsteinhöhle«, unterhalten zu lassen. Hinunter ins Kellergeschoss, ein karges tunnelartiges Gewölbe, nur ein kleines Podium als Bühne: das Kleinkunst-Kabarett »Schall und Rauch«. Am Klavier spielt vielleicht Friedrich… Weiterlesen »

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»Der bleiche Mann ist ein Vampir«

An der Komischen Oper Berlin nimmt Regie-Shooting-Star Antú Romero Nunes Heinrich Marschners große romantische Oper Der Vampyr als Ausgangspunkt für eine fesselnde Tour de force durch das schaurige Reich des bleichen, blutsaugenden Frauenbetörers! Premiere: Sonntag, 20. März 2016 Die Faszination am Vampirmythos ist genauso wenig totzukriegen, wie die Untoten selbst. In den letzten Jahren lag… Weiterlesen »

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VON HELDEN UND KÖNIGEN

Bariton Dominik Köninger ist in dieser Spielzeit der Richtige für die ganz großen Männer der (Musik-) Geschichte… Händels Caesar – wie bringen Sie ihn zum Strahlen? Da die Partie ursprünglich für einen Counter-Tenor geschrieben ist, liegen viele »Sahne-Abschnitte« in der Bearbeitung für Bariton ein wenig tief. Doch ich will gerade die schnellen Koloraturen genauso perlend und rasant hinbekommen, wie… Weiterlesen »

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Nie sollst du mich befragen!

Zur Premiere von Gianni Schicchi/Herzog Blaubarts Burg am 1. März sprechen Calixto Bieito (Regie), Rebecca Ringst (Bühnenbild) und Ingo Krügler (Kostüme) über Adventskalender, Blutsverwandtschaft und das dunkle Meer. Eine rabenschwarze italienische Komödie trifft auf ein ungarisches Psychodrama. Eine Traumkombination? CALIXTO BIEITO Die Verkopplung der Einakter Gianni Schicchi von Giacomo Puccini und Herzog Blaubarts Burg von Béla… Weiterlesen »

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»Oversexed, but underfucked«: Das Geheimnis der Operette

Eine Besonderheit des dritten Symposiums-Tag war, dass die Vormittagssitzungen auf Englisch stattfanden. Schließlich ist die Gesamtveranstaltung eine Kooperation mit der Universität von Chicago sowie dem Magazin The Opera Quarterly. Deshalb kam auch endlich mein Besuch aus New York, der Musical-Experte Richard C. Norton (Autor der Chronology of American Musical Theater), mit zu den Vorträgen. Nachdem… Weiterlesen »

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Selbstreferentielle Volklorette – Demokratische Abstimmung über die Zukunft der Operette

Nachdem nun drei Tage lang die Renaissance der Operette fachmännisch in Expertenvorträgen und Podiumsdiskussionen erörtert worden ist, hat die Performancegruppe Interrobang am letzten Tag des Symposiums mit der Operettokratie konkrete politische Richtlinien zur Zukunftssicherung des Genres vorgestellt. Zum großen Amusement und unter Einbeziehung der Symposiumsteilnehmer traten auf der Probebühne II der Komischen Oper Berlin drei… Weiterlesen »

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Braucht die Operette an der Komischen Oper Berlin mehr Konzept? Kritische Reflexionen…

Auf der zweiten großen Podiumsdiskussion des Operettensymposiums der Komischen Oper Berlin trafen die Wissenschaftler Marion Linhardt (Universität Bayreuth) und Ryan Minor (Stony Brook University New York) mit den Künstlern Helmut Baumann (Schauspieler und langjähriger Intendant des Theaters des Westens; Mustafa Bey in Ball im Savoy), Tobias Bonn (Geschwister Pfister; Juan Damigo in Clivia) und Agnes… Weiterlesen »

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»Es gibt ein großes Loch!«: Operette, Erotik, Kosky & konzeptionelle Inszenierungen

Eines der Highlights dieses Operettensymposiums ist, dass wir Teilnehmer dauernd durchs Haus der Komischen Oper Berlin laufen dürfen, vom Foyer zur Probebühne und weiter zur Kantine usw. Da sieht man dann unverhofft mitten im Gang die berühmten Clivia-Schwäne stehen, diesmal ohne Kunstnebel drum herum und ohne Christoph Marti in voller Drag-Montur oben drauf. Und da… Weiterlesen »